Allgemeine Informationen:

Die Fachsprachprüfung (Pflege / Gesundheit) ist auf der Kompetenzstufe B2/C1 des Gemeinsamen europäischen Referenzrahmens für Sprachen: lernen, lehren, beurteilen (GER) situiert und richtet sich an alle, die Kompetenzen zur Bewältigung von Kommunikationssituationen insbesondere in berufsbezogenen Kontexten nachweisen möchten. Mit dem Bestehen der Fachsprachprüfung (Pflege / Gesundheit) weisen die Prüfkandidaten nach, dass sie in der Zielsprache auf hohem Niveau kommunikativ erfolgreich handeln können.

Die Fachsprachprüfung (Pflege / Gesundheit) ist eine standardisierte Qualifikationsprüfung mit handlungsorientiertem Ansatz. Die Sprache der Prüfkandidaten auf diesem Niveau zeichnet sich aus durch ein hohes Maß an Spontaneität, Flexibilität, Komplexität, Flüssigkeit und Korrektheit.

Die Prüfkandidaten sind zudem in der Lage, situations- und adressatengerecht zu kommunizieren sowie verschiedene Textsorten sicher zu unterscheiden.

Prinzipiell kommen alle Themen und Situationen aus dem berufsbezogenen Umfeld als Prüfungsinhalt in Frage – kunden- und dienstleistungsbezogene (pflegebezogene) Themen ebenso wie beispielsweise innerbetriebliche Kommunikation unter Kollegen oder mit Vorgesetzten (z.B. verantwortliche Pflegekraft) oder anderen Berufsgruppen im Gesundheitswesen (z.B. Arzt, Therapeut). Ebenso können Situationen geprüft werden mit der Thematik „Angehörigengespräch“.

Die Fachsprachprüfungen Deutsch orientieren sich an der GER-Stufe B2. Die Prüfergebnisse weisen ein eindeutiges Gesamtergebnis auf der abgeprüften Stufe aus. So kann der künftige Arbeitgeber entscheiden, ob und wo besondere sprachliche Anforderungen in bestimmten Bereichen für die berufliche Sprachkompetenz angebracht sind und entsprechend seine Personalauswahl treffen.

Die Fachsprachprüfung orientiert sich eng am Eckpunktepapier zur Überprüfung der für die Berufsausübung erforderlichen Deutschkenntnisse in den akademischen Heilberufen der 87. Gesundheitsministerkonferenz vom Juni 2014. Erfolgreiche Prüfungsteilnehmende dokumentieren – entsprechend den Vorgaben der Gesundheitsministerkonferenz – ihre allgemeinen und fachsprachlichen Deutschkenntnisse auf Niveau B2.

Folgende Scopes gilt es bei der Fachsprachprüfung zu bestehen:

  • Lesen: Textkonstruktion, Leseverstehen (selektives Lesen, Detailverstehen), Hörverstehen (Globalverstehen, Detailverstehen, Informationstransfer)
  • Schriftlicher Ausdruck: Schreiben
  • Sprechen: Flüssigkeit, Repertoire, grammatikalische Richtigkeit, Aussprache und Intonation

Die Abstufung in der Fachsprachprüfung B2/C1 sieht wie folgt aus:

  • Fachsprachkompetent B2:
    • Auf der Stufe B2 können Sie sich klar und detailliert ausdrücken sowie erfolgreich argumentieren und verhandeln.
    • Im pflegerischen / medizinischen Fachgebiet und zu den meisten allgemeinen Themen verfügen Sie über einen großen Wortschatz.
    • Sie beherrschen die Grammatik recht gut.
  • Fachsprachkompetenz C1:
    • Auf der Stufe C1 können Sie sich spontan und fließend ausdrücken.
    • Mit umgangssprachlichen Wendungen sind Sie vertraut und können den Sprachstil gezielt variieren.
    • Sie behalten ein hohes Maß an grammatikalischer Korrektheit bei.

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